Datensicherung – Nennt mich paranoid!

Veröffentlicht am: 10.01.2015 | Kategorie(n): Allgemein | Schlagwort(e): , , ,

Datensicherung - Nennt mich paranoid!

Ja, ich habe den Titel: „Datensicherung – Nennt mich paranoid!“ sehr bewusst gewählt, denn es geht halt nicht immer nur um das Thema Fotografie…

Datensicherung ist grundsätzlich erst mal ein unangenehmes Thema. Denn sie kostet ja nur Zeit und privat braucht man sowas ja gar nicht…

Zumindest denken das viele Leute, bis sie die erste defekte Festplatte ereilt und das Geschrei groß ist. Mit diesem Artikel möchte ich einmal beschreiben, wie ich meine Datensicherungen bei/nach Shootings zelebriere.

1. Richtige Ausrüstung beim Shooting

Ich achte bereits beim Kauf auf Qualität, deswegen verwende ich zum Beispiel auch nur hochwertige und leider auch teure Speicherkarten. Natürlich habe ich so immer noch keine Garantie für 100%ige Zuverlässigkeit, aber die Chancen steigen. Gleichzeitig bietet mir die Canon 5D Mark III die Möglichkeit, noch beim Shooting auf einer zweiten Karte die Bilder zu sichern. Und genau das tue ich auch. Während ich 16 GB-Karten immer wieder tausche, bleibt die 126 GB-Karte als Backs den ganzen Tag in der Kamera.

2. Übertragung auf den Rechner

Nach dem Shooting (egal wie spät es ist) heißt es erst mal Bilder sichern. Auch dafür habe ich nicht den Kartenleser für 5 Euro, sondern den für 35 Euro gekauft. Somit sind Übertragungsfehler minimiert. Allerdings ruhe ich mich danach noch nicht aus, sondern jetzt startet bei mir erst einmal die Sicherung der Daten…

3. Sicherung Teil 1

Direkt im Anschluss starte ich den ersten Teil der Sicherung. Hierfür habe ich mir eine Synology DS 414 mit aktuell noch zwei (bald aber vier) 4 GB Red Festplatten von Western Digital zugelegt. Die Synology ist bereits mein zweites Netzwerklaufwerk, aber mit dem ersten war ich nicht zufrieden. Die beiden Festplatten sind so geschaltet, dass die Inhalte redundant, also doppelt gespeichert werden. Hier werden also die Bilder gleich 2x gesichert.

4. Sicherung Teil 2

Gleichzeitig startet bei meinem Mac regelmäßig die Datensicherung über TimeMachine auf meiner Time Capsule. Nicht nur für diese Automatisierung liebe ich Apple, denn es funktioniert einfach und ich brauche mich nicht zu kümmern…

5. Sicherung Teil 3

Damit aber immer noch nicht genug… Meine Synology Netzwerkfestplatte überträgt jede Nacht automatisch die noch nicht bearbeiteten Bilder auf mein Strato Hidrive. Das ist mein Onlinespeicher, den ich mir gegönnt habe, falls doch einmal etwas in meinem Arbeitszimmer passiert.

Einmal zusammenzählen bitte…

Wenn ich jetzt die ganzen Backups zusammenzähle, wird mir jedes Mal schlecht. Ich habe die Bilder immer noch auf meinen Speicherkarten (1), auf der Backup-Speicherkarte (2), auf meinem Rechner (3), auf meinem NAS auf 2 Festplatten (4) (5), auf meiner Time Capsule (6) und Online (7). Spätestens jetzt sollte jeder verstehen, warum ich paranoid bin…

Ehrlicherweise kann ich mir aber nichts schlimmeres vorstellen, als irgendwann einmal einem Paar sagen zu müssen, dass die Bilder weg sind.

Und nach der Bearbeitung?

Auch wenn die Bilder fertig bearbeitet sind und das Paar das finale Ergebnis erhalten hat, verschwinden die Bilder nicht bei mir von den Festplatten. Ich habe sie nach wie vor noch auf meiner Netzwerkplatte und auf einer externen Festplatte. So könnten theoretisch Paare auch noch nach einem Jahr vorbeikommen und nach Bildern fragen, die sie bisher noch nicht von mir erhalten haben. Leider kostet mich das jedes Jahr viel Speicherplatz, aber Speicher ist mittlerweile so günstig geworden, dass ich das gerne in Kauf nehme.

Ach nicht zu vergessen die Festplatte, die im Keller liegt, und mit der ich alle paar Monate auch noch eine Sicherung mache…

Und jetzt seid Ihr dran 😉

Viele Grüße
Karsten


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