Tipp 36: Photoshop als Wunderwaffe

Veröffentlicht am: 23.03.2014 | Kategorie(n): Allgemein, Bilder | Schlagwort(e): , , , , ,

Photoshop als Wunderwaffe

„Dafür gibt es ja schließlich Photoshop…“ – Immer wieder höre ich von Gästen oder Leuten, die ich fotografiere, diese Aussage. Mittlerweile ist Photoshop im Sprachgebrauch der Menschen absolut normal geworden und gehört einfach zum fotografieren dazu. Wozu schließlich noch die Mühe machen auf Details zu achten, wenn man doch eh alles im Nachhinein mit Photoshop korrigieren kann?

Augen auf dem Bild geschlossen?
Kein Thema, es gibt ja Photoshop…
Irgendwelche Sachen im Hintergrund störend?
Einfach mit Photoshop wegmachen…
Fehlen noch Leute auf dem Gruppenbild?
Ach, einfach mit Photoshop nachträglich einfügen…

Ich möchte an der Stelle in keinster Weise gegen diese Art der Bildbearbeitung wettern. Photoshop ist ein tolles und mächtiges Instrument. Es gibt auch viele Bilder, die funktionieren  einfach ohne Photoshop nicht (ein geniales Beispiel für mich ist hier Matthias Schwaighofer aus Österreich).

Ich bin jedoch der Meinung, dass im normalen Portrait- und Reportagebereich die „einfache“ Bildbearbeitung ausreichend sein sollte. Denn schließlich ist es auch ein Zeitfaktor. Wenn ich bei einer Hochzeit 500 – 600 Bilder mache und ich für jedes Bild auch nur eine halbe Stunde Photoshop bemühe, bekommt Ihr die Bilder erst zum ersten Hochzeitstag 😉

Wie kann man ohne Photoshop Bilder machen?

Natürlich bearbeite ich meine Bilder auch nach. Farbe, Schärfeverlauf, Hintergrund, Hautunreinheiten, etc. gehören für mich zu einem guten Bild einfach dazu. Dafür ist Photoshop allerdings nicht notwendig. Photoshop benötige ich eigentlich erst in der „manipulativen“ Bildbearbeitung. Personen schlanker machen, Nase gerade rücken, Augen größer und noch vieles mehr…

„Einfache“ Bildbearbeitung kann auch noch ein Stylist und Lichttechniker machen, für „manipulative“ Bildbearbeitung braucht man einen Schönheitschirurgen – so einfach ist für mich die Unterscheidung. Da werden jetzt sicherlich einige eine andere Meinung haben, aber für mich ist es immer noch entscheidender bei der Entstehung des Bildes auf die vielen Kleinigkeiten zu achten, um hinterher genau nicht Photoshop zu benötigen.

Denn für Dinge wie eine gefühlt zu lange Nase, zu viel Haut am Hals oder Winterspeck gibt es bereits bei der Erstellung des Bildes Möglichkeiten, um genau solche Dinge gar nicht erst auf dem Bild zu sehen. Warum dann also noch Photoshop?

Viele Grüße

Karsten


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